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Kultur an der Mur 2010 - 7. Mai bis 2. Juni 2010

Der Fremde ist weder Eingeborener noch Vagabund - sein Aufenthalt ist nur vorläufig. Doch viel wird zur Normierung des „ Zuagroasten „ unternommen, man versieht ihn mit Aufenthaltsgenehmigungen, Einreisevisen und Pässen. Er soll doch bleiben, wo er herkommt. Egal woher. Das Recht des Gastes wird in der Rechtlosigkeit des Fremden gesellschaftspolitische Realität, sein vorläufiger Ort ist entweder das Hotel oder das Asylantenheim.
 
„Leben auf hohem Niveau“ richtet seine Projektteile temporär im Offenen Raum aus, vor Ort, wo die Fremden „Zuagroaste“ sind und handelt von Ausgrenzung, Armut,  unbekannten Gästen, dem (un)freiwilligen Aufenthalt. 
 
„Leben auf hohem Niveau“ reduziert Schwellen und setzt eine Gegendiskussion in Gang. Eine Gegenrede zu den sich einnistenden rechtspopulistischen Schwelbränden, agierend, bevor sie zu Feuern auflodern.
„Leben auf hohem Niveau“ ist eine aktive gesellschaftliche Anstrengung, eine Entgegenwirkung, Kunst wird zu diesem Zweck dienstbar gemacht.
 
Ausgezeichnet mit dem Förderpreis „Wahre Landschaft“ 2009 des Landes Salzburg/ Kunstförderung