Kultur vom Rand zur Mitte

Mit einem Loch im Bauch ist für Kunst kein Platz im Hirn
Walter Kölbl, Künstler Wien

Es gibt viele Grenzen und Barrieren für Menschen, insbesondere für jene, die von Armut betroffen sind. Es ist auch unsere Aufgabe, die Aufgabe von regionalen Kulturvereinen, Möglichkeiten zu finden, sie zu überwinden. Die Lungauer Kulturvereinigung LKV forciert seit über 20 Jahren eine Kulturpolitik, in welcher Menschen vom gesellschaftlichen Rand der Weg in die Mitte erleichtert wird. In sogenannten strukturschwachen Regionen, wie der Lungau eine ist, stellt dies ein besonders wichtiges Ansinnen dar, fehlen hier oft auch entsprechende soziale Einrichtungen, künstlerische Räume und finanzielle Möglichkeiten, wie man sie selbstverständlich in Ballungszentren vorfindet.

Hunger auf Kunst und Kultur

Ausgehend von der Initiative des Schauspielhauses Wien und der österreichischen Armutskonferenz wurde die Aktion Hunger auf Kunst und Kultur 2003 ins Leben gerufen. Im Lungau wurde diese solidarische Initiative durch die LKV im Jahr 2008 eingeführt. Sie ermöglicht Menschen in prekären finanziellen Verhältnissen den unentgeltlichen Zugang zu Kunst und Kultur. Die Gratisplätze sind teilweise kontingentiert, Voranmeldung ist sinnvoll!

Kaffeezeit / Offene Küche

Im Kulturzentrum die künstlerei finden regelmäßig gemütliche interkulturelle Treffen in Zusammenarbeit mit der Plattform Lungauer_innen für Menschen statt (Kaffeezeit – Coffeetime). Das Projekt Offene Küche lädt Interessierte ein, gegen Voranmeldung für größeres Publikum oder Freunde in der künstlerei zu kochen.

Special Art Werkstätten

Diese sind angelehnt an die Art-Brut-Bewegung, welche sich als Kunst für Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen jenseits etablierter Kunstormen versteht.
Die Special Art Werkstätten sind ein Versuch, durch Kunst die aktive Teilnahme am öffentlichen Leben zu verbessern; sie werden nach einer mehrjährigen Pause ab Sommer 2018 wieder in das Programm der LKV aufgenommen.

Mobilität / Barrierefreiheit

Die LKV steht für gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und will so allen Kulturinteressierten die Teilhabe an den Veranstaltungen ermöglichen. Benötigen sie eine Transportmöglichkeit, wollen sie im Rollstuhl zu unseren Veranstaltungen kommen? Helfen sie uns ihr Anliegen durchzusetzen, melden sie sich bei uns wenn Sie  Bedarf oder Ideen haben. Wir arbeiten an der vollkommenen Barrierefreiheit unserer Kunst- und Kulturangebote.

Kemmts eina /Hereinspaziert

Durch das Leader Projekt Kemmts eina – Come in – Hereinspaziert wird unser Angebot generell erweitert. Es gibt laufend Programm- und Strukturverbesserungen für SeniorInnen, junge Familien und Menschen mit Beeinträchtigung sowie zusätzliche Angebote zur Integration von MigrantInnen. Verstärkt wird durch dieses Projekt auch unser MitarbeiterInnenstab.