Ein Jedermann

ulli.santner 19. Juli 2014 Kommentare deaktiviert für Ein Jedermann

Ein Jedermann
Datum und Zeit:
19.07.14
20:00 – 22:00

Ein Jedermann

Felix Mitterer / Theater MOKRIT

Das weltberühmte Spiel vom Sterben des reichen Mannes, neu adaptiert, aktueller denn je.

Achtung: Ramingstein, Alte Papierfabrik / Isospan Gelände

Großes Sommertheater im Lungau

Theater MOKRIT spielt heuer wieder großes Volkstheater- unter der Regie von Gerard Es kommt heuer in der Alten Papierfabrik in Ramingstein (jetzige Fa. Isospan) der Theaterklassiker Ein Jedermann  zur Aufführung.
Bereits 2000 wurde in diesem alten Industriebau das überaus erfolgreiche Stück   Die Fabrik von Mark Ubl / Regie Gerard Es / Musik Querschläger gezeigt, im Jahr 2012 wurde hier der Kriminalfall Tannöd von Andrea Maria Schenkel / Regie Gerda Gratzer / Musik Susanne Wieland-Perner aufgeführt.

Zum Autor

Felix Mitterer wurde als Sohn einer verwitweten Landarbeiterin und eines rumänischen Flüchtlings geboren und direkt nach der Geburt von einem mit der Mutter damals befreundeten Landarbeiterehepaar adoptiert. Er besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck ,  1977 machte er sich als freier Autor selbständig. Er bezeichnet sich selbst als „Tiroler Heimatdichter und Volksautor“ und führt mit seinen Werken, die sich oft einer mundartlichen Kunstsprache bedienen, die Tradition des Volksstückes in Inhalt und Form fort. Dabei greift er meist problematische und kontroverse Themen auf.
Felix Mitterer zählt zu den großen zeitgenössischen Autoren Österreichs und wurde für seine Werke vielfach ausgezeichnet. Er schrieb eine Unzahl von Dramen, Kinderbücher und Drehbücher, u.a. für mehrere in Österreich spielende Tator-Folgen und den 4-Teiler „Die Piefke Saga“.
Mehrere seiner Werke wurden von Theater MOKRIT  bereits  aufgeführt, u.a. Munde, Spiel im Berg, Besuchszeit, Abraham, Superhenne Hanna, Das Fest der Krokodile.

Zum Stück

Jedermann/frau kennt Hofmannsthals  Jedermann, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes, seit 1920 jeden Sommer aufgeführt am Domplatz zu Salzburg, immer mit einem berühmten Schauspieler in der Titelrolle.

Hugo von Hofmannsthal fand das Thema in der englischen Bearbeitung der anonym überlieferten Moralität The Somonynge of Everyman (gedruckt 1529); Einzelheiten entnahm er der Hans Sachs-Komödie Hecastus (1549).

Am 1.12.1911 fand die Uraufführung des Mysterienspieles über die „Hinfälligkeit der irdischen Besitztümer und der Heilsnotwendigkeit der Buße“ unter der Regie von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann statt.

Felix Mitterer hat nun dieses alte Mysterienspiel ins späte 20. Jahrhundert fortgedacht und -geschrieben, wie Max Reinhardt im amerikanischen Exil es schon mehrmals vorhatte und doch nie verwirklichte.

Mitterers Jedermann ist aber nun kein Playboy und Müßiggänger, sondern der hart arbeitende Generaldirektor eines Stahl- und Waffenkonzerns, der nicht nur über das Wohl und Wehe seiner vieltausendköpfigen Firmenbelegschaft bestimmt, sondern mittels seiner wirtschaftlichen Macht auch Einfluss auf die Politik gewinnt. Mit seinen Waffen verkauft er den Tod in alle Welt.

Am letzten Tag seines Lebens schickt Gott dem Jedermann harte Prüfungen, an denen er sich bewähren mag, wenn er seine Seele retten will. Die Frau tötet sich, die Geliebte will ihn verlassen, 100.000 Arbeiter blockieren demonstrierend die Stadt, die Kurse des Konzerns stürzen ins Bodenlose. Da kommt der Teufel ins Spiel. Als „Trouble-Shooter“ tritt er auf, als Wallstreet-Yuppie, und er „hilft“ dem Jedermann, puscht ihn und die Firma nocheinmal hoch.
Alle treten sie auf, alle Figuren des alten Spiels, aber wir erkennen sie zuerst gar nicht. „Gott Vater“ kommt als Geschäftsmann, „Gott Sohn“ als junger Rebell, der „Tod“ als Sängerin, „Buhlschaft“ als Chefsekretärin, „Dicker Vetter“ als Kardinal, „Dünner Vetter“ als Chefarzt, „Mammon“ als Bankier, „Werke“ als korrumpierbarer Gewerkschaftspräsident, und schließlich der Bundeskanzler als „Guter Gesell“. Am Ende des Tages ist die Firma gerettet und Jedermann tot. Ein Herzinfarkt, was sonst… Gott Vater hält Gericht. Und diesmal kommt Jedermann nicht so billig davon, diesmal geht das Kamel nicht durch‘s Nadelöhr…

Regie: Gerad Es

Bühnen & Kostüme: Elisabeth Strauß

Licht: Manfred Eckinger / Stefan Santner

Musik: Maria Hauser

Bilder: Rudolf Strauß

Gesamtkonzeption: Robert Wimmer

Darsteller:  Gerda Strauß, Philipp Schlick, Julia Lintschinger, Marcella Wieland, Maria Hauser, Klaus Steinschnack, Ricki Moser, Alex Buschmann, Ehrnie Wimmer, Elvira Gonschorowski-Zehetner, Rudolf Mörth, Alexander Feuchter, Thomas Kleinberger, Renate Winkler, Hans Bogensberger, Barbara Esterbauer, Konstantin Gonschorowski, Johannes Wind, Georg Santner

Weitere Termine:
Do., 17.07.2014, 20:00 Uhr
Fr., 18.07.2014, 20:00 Uhr
Sa., 19.07.2014, 20:00 Uhr
Mi., 23.07.2014, 20:00 Uhr
Fr., 25.07.2014, 20:00 Uhr
Sa., 26.07.2014, 20:00 Uhr
So., 27.07.2014, 20:00 Uhr
Mi., 30.07.2014, 20:00 Uhr
Do., 31.07.2014, 20:00 Uhr
Fr., 01.08.2014, 20:00 Uhr
Sa., 02.08.2014, 20:00 Uhr

Eintritt  € 15.- / ermäßigt € 12.-/ AK + 3.-

 

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Veranstaltungsort
ISOSPAN / Ramingstein

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