Kino: Der Olivenbaum – El Olivo

Ines Fingerlos 11. Mai 2017 Kommentare deaktiviert für Kino: Der Olivenbaum – El Olivo

Kino: Der Olivenbaum - El Olivo

Datum und Zeit:
11.05.17
19:30 – 21:10

D, ESP 2016 | Tragikomödie | 98 Min. | Regie: Icíar Bollaín –Polyfilm, 7,2

„El Olivo – Der Olivenbaum“ ist nach „Und denn der Regen“ der neue Film von Goya-Preisträgerin Icíar Bollaín, nach dem Drehbuch von Paul Laverty.

Äste, die die Welt bedeuten: emotional, politisch und mit dem unverwechselbaren Humor. Um ihren Opa zu retten, versucht Alma (Anna Castillo) einen zweitausend Jahre alten Olivenbaum wiederzufinden: Engagierte Kapitalismuskritik mediterranée, unter der Regie von Icíar Bollaín.

Seit die Familie den 2000 Jahre alten Olivenbaum verkauft hat, redet Almas Großvater nicht mehr. Mit Hilfe ihres Kollegen Rafa und ihres Lieblingsonkels Alcachofa will Alma den Baum wieder zurückholen – doch der ziert längst als Symbol für Nachhaltigkeit das Atrium eines Düsseldorfer Energiekonzerns.

Früher war alles gut. Da saß Alma (Anna Castillo) irgendwo in Spanien am uralten Olivenbaum und ließ sich vom Opa Geschichten erzählen. Er zeigte ihr, wie man aus einem jungen Zweig einen Steckling macht, der selbst einmal Oliven tragen wird. Und sie schmiegte sich an die jahrtausendealte eisengraue Rinde, schaute hinauf in den hohen Sommerhimmel und träumte. Aber das war in den Neunzigern, bevor Papa geldgierig wurde. Bevor er den Baum mit riesigen Baumaschinen ausgraben ließ und ihn für 30.000 Euro verkaufte, obwohl Opa verzweifelt protestierte „Der Baum gehört uns nicht! Der steht seit 2000 Jahren da!“ Seitdem spricht Opa nicht mehr. Und Alma ist zu einer widerspenstigen jungen Frau herangewachsen, die gern saufen geht und mit Unbekannten Sex hat. Sie arbeitet in einer Hühnerfabrik, wo sie jeden Morgen die in der Nacht krepierten Hendln einsammeln muss. Um sich von der Trübsal des Jungseins in der Wirtschaftskrise abzulenken, spielt sie ihrem Lieblingsonkel (Javier Gutiérrez) Telefonstreiche.

Opa geht es inzwischen wirklich schlecht, er hat neuerdings nicht nur das Reden, sondern auch das Essen aufgegeben. Alma weiß, dass es nur eine Möglichkeit gibt, ihn zu retten: wenn sie den Baum zurückbringt, den Papa damals verkauft hat. Viele Nachbarn haben damals ihre Olivenbäume verkauft – als prestigeträchtige Dekorationsobjekte erzielten die Bäume hohe Preise, doch die meisten haben den Transport nicht überlebt. Doch Alma gelingt es, ihren Baum zu finden: Er steht in Düsseldorf, im gläsernen Foyer eines deutschen Energieunternehmens, das ihn als Logo verwendet. Egal, Alma will ihn zurückholen. Und überzeugt, irgendwie, ihren Onkel und ihren besten Freund Rafa (Pep Ambròs), übers Wochenende illegal einen Sattelschlepper auszuleihen und nach Deutschland zu fahren. Unterstützung kommt von unerwarteter Seite: Deutsche Umweltaktivisten erfahren von ihrem Vorhaben und starten eine Social Media-Kampagne …

KINO entan TAUERN im KULTURZENTRUM „die künstlerei“ / Tamsweg

Eintritt: € 7,- / Erm. € 6,- / Jugend € 5,-

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Veranstaltungsort

KULTURZENTRUM die künstlerei

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